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Probezeit im Autohaus: Rechte, Pflichten und was wirklich zählt

Probezeit im Autohaus – mehr als nur eine Formalität

Die Probezeit ist im Autohaus kein bloßer Verwaltungsakt.
Für Arbeitgeber ist sie die Phase, in der entschieden wird, ob ein neuer Mitarbeiter fachlich, menschlich und organisatorisch ins Team passt.

Für Bewerber bedeutet sie die Chance, sich zu beweisen – aber auch ein erhöhtes Risiko.
Diese Seite erklärt, was in der Probezeit wirklich zählt.

 

 

Was bedeutet die Probezeit im Autohaus?

In der Regel dauert die Probezeit bis zu sechs Monate. Sie gilt für:

  • Mechatroniker und Werkstattpersonal
  • Serviceberater und Verkauf
  • kaufmännische Angestellte

Rechtlich gelten während der Probezeit verkürzte Kündigungsfristen, unabhängig davon, ob im Autohaus oder in der Werkstatt gearbeitet wird.

 

 

Welche Rechte und Pflichten gelten in der Probezeit?

Kündigung

Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit kurzer Frist beendet werden – ohne Angabe von Gründen.

Arbeitszeiten & Urlaub

Urlaubsanspruch besteht grundsätzlich auch in der Probezeit, wird aber oft eingeschränkt genehmigt. Krankmeldungen müssen besonders korrekt erfolgen, da sie stärker bewertet werden als später.

Wichtig:
Rechte bestehen – aber der Umgang damit entscheidet, wie sie wahrgenommen werden.

 

 

Was erwarten Autohäuser in der Probezeit?

Autohäuser prüfen in dieser Phase weniger perfekte Leistung, sondern vor allem:

  • Zuverlässigkeit (Pünktlichkeit, Anwesenheit)
  • Lernbereitschaft
  • Umgang mit Kollegen und Kunden
  • Eigenständigkeit im Arbeitsalltag

Fachliche Lücken sind tolerierbar – fehlende Einstellung meist nicht.

 

 

Typische Fehler in der Probezeit

Häufige Gründe für ein vorzeitiges Ende sind:

  • unentschuldigtes Fehlen oder Zuspätkommen
  • mangelnde Kommunikation
  • defensives Verhalten bei Kritik
  • fehlendes Interesse an Abläufen außerhalb des eigenen Bereichs

Viele Kündigungen scheitern nicht an Können, sondern an Auftreten und Haltung.

 

 

Tipps, um die Probezeit im Autohaus erfolgreich zu bestehen

Bewährt haben sich:

  • Fragen stellen statt Fehler vertuschen
  • Verantwortung übernehmen – auch für kleine Aufgaben
  • aktiv Feedback einholen
  • Interesse am gesamten Betrieb zeigen
  • zuverlässig und planbar sein

Wer sichtbar mitdenkt, wird schnell als wertvoller Mitarbeiter wahrgenommen.

 

 

Probezeit als Karrierechance nutzen

Die Probezeit ist auch die beste Phase, um:

  • Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen
  • Weiterbildungen anzusprechen
  • Karriereziele vorsichtig zu platzieren

Autohäuser investieren lieber in Mitarbeiter, die Potenzial zeigen, nicht nur Präsenz.